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Wie Delia Fischer Unternehmerin wurde und Westwing gründete

Westwing wurde im Jahr 2011 von Delia Fischer gegründet. Heute beschäftigt das Unternehmen mehr als 1500 Menschen und ist in 14 Ländern, darunter 3 verschiedene Kontinenten, aktiv. Im Jahr 2018 lag der Umsatz des Unternehmens bei annähernd 254 Millionen Euro (Quelle: Statista.de). Dies ist die Geschichte davon, wie Delia Fischer zu der Idee von Westwing kam und sich damit in die Selbstständigkeit begab. Wir blicken auf 6 bedeutende Jahre in dieser Geschichte zurück.

date_range  2005

Das Studium als Quelle für den Kontakt zu 2 einflussreichen Gründerinnen

Nach einigen kleineren Jobs, dazu gehören Tätigkeiten in einer Reinigung, einem Irish Pub, sowie das Verfassen von Artikeln für eine lokale Zeitung, startete Delia Fischer ihren Studiengang Mode, Journalismus und Medienkommunikation in München. Sie hatte diesen Studiengang aufgrund ihrer privaten Interessen zufällig für sich entdeckt. Jedoch musste sie feststellen, dass das Studium nur an einer privaten Universität absolviert werden kann. Um sich den Studiengang zu finanzieren und nicht zu sehr auf die finanzielle Unterstützung ihrer Eltern angewiesen zu sein, arbeitete Delia stets auch neben dem Studium. Durch ein Praktikum, das sie im Rahmen ihres Studiengangs absolvieren sollte, landete sie schließlich bei der Zeitschrift Elle. Darüber hinaus absolvierte sie ein Praktikum bei einer PR-Agentur in Dubai, welche eine entscheidende Rolle für das zukünftige Arbeitsleben von Delia einnahm. Die Agentur wurde von zwei deutschen Frauen in noch jungem Alter geleitet, wodurch sich Delia’s Interesse für das Unternehmertum verstärkte. Des Öfteren tauschte sie sich mit den beiden Frauen über die Selbstständigkeit aus. Die beiden Frauen empfahlen ihr daraufhin, vor dem Schritt in das erste eigene Unternehmen, noch praktische Erfahrung in anderen Unternehmen zu sammeln.

Sowohl Elle, als auch die PR-Agentur unterbreiteten ihr nach dem Studium Jobangebote. Sie entschied sich schließlich für ein Volontariat bei Elle, wodurch sie ihren Berufseinstieg als Redakteurin vollzog.

date_range  2009

Die Idee zu Westwing entsteht

Nachdem Delia circa 4 Jahre für die Frauenzeitschrift gearbeitet hatte, machte sich immer intensiver Gedanken über die Gründung eines eigenen Unternehmens. Sie betrieb viel Brainstorming im Rahmen ihrer eigenen Interessen wie Journalismus und Mode. Dies führte dazu, dass sie zunächst daran dachte, eine eigene Marke rund um T-Shirts aufzubauen oder ein eigenes Buch zu verfassen.

Die entscheidende Idee zu Westwing kam Delia im Rahmen eines privaten Umzugs. Für ihre Arbeit als Redakteurin bei Elle hatte sie bereits Beträge über eine Vielzahl verschiedenster Marken verfasst. Ihr fiel auf, dass viele der dabei beworbenen Produkte oft nur schwer und teuer zu kaufen waren. Durch ihren Umzug kam in ihr die Frage auf, weshalb es nicht auch einen Online-Handel für Einrichtungsgegenstände gibt, über den man sich Dekoration und Möbel für seine persönlichen 4 Wände komfortabel aussuchen könnte.

date_range  2011

Kündigung und ab in die Selbstständigkeit

Delia hatte sich bei einem guten Freund Stefan Smalla, der bereits Startup-Erfahrung gesammelt hat, Feedback zu ihrer Idee geholt. Stefan war zunächst skeptisch, ob die Idee ein ausreichend großes Marktpotenzial hat. Er recherchierte und suchte sich weiteren Rat in seinem eigenen Netzwerk. Weder sein Netzwerk noch er konnten einen etablierten Player im Online-Handel für Einrichtungsgegenstände ausfindig machen. Angetrieben von dieser großen Chance, kündigte Delia ihren Job und machte sich mit Stefan Smalla auf, die Idee in die Realität umzusetzen.

Einen Monat nach der Kündigung hielten die beiden ihren ersten Investoren-Pitch. Die Investoren selbst – alle männlich – schienen von dem Pitch selbst nicht sonderlich begeistert zu sein. Sie holten sich jedoch zusätzlichen Rat von ihren Ehefrauen, welche die Idee von Delia bestätigten. Die Frauen wünschten sich überaus gerne einen solchen Online-Handel und würden diesen sofort nutzen. Dieses Feedback führte dazu, dass die Investoren ihr Investment zusagten.

Im August 2011, knapp 5 Monate nach dem Investoren-Pitch, ging Westwing online. Der Launch wurde zunächst nur mit ausgewählten Testkunden durchgeführt, wobei der offizielle Launch einen Monat später erfolgte. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Das 450 Quadratmeter Büro, das sie sich angemietet hatten, sollte eigentlich zunächst an ein anderes Startup untervermietet werden. Durch das schnelle Wachstum wurden die Räumlichkeiten jedoch schnell durch eigene Mitarbeiter besetzt.

Source: westwing.de; manager-magazin.de;

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